Wie könnte man sich erklären...                                         WUT AUF SICH SELBST

 

Jeder hat Ideale von sich –  wie er sein möchte oder sollte. Dazu gehört u.a. auch oft, keine Fehler zu machen.

 

Nicht wenige Menschen geraten in Wut und verfluchen sich, wenn es nicht so funktioniert, wie man will.

 

Macht das Sinn? Wird dadurch etwas geändert?

 

Geändert wird dadurch oft etwas in seiner Psyche, die sich im Gehirn befindet: Sie duckt sich und spaltet sich von dem Wüterich ab (also von dem Ziel, durch Wut sich selbst zu ändern).

Dadurch kann auch die Harmonie, das gesunde Zusammenspiel der Mittelpunkte miteinander, gestört werden.

 

 

Besser wäre, sich zu sagen: "Was geschah, musste geschehen, wie es geschah" – und versuchen, herauszufinden, warum man dies gemacht hat, um diesen Teil, dieses Ziel seiner Psyche zu ändern. Dies betrifft auch einfache Fehler, die man machte.

 

Besiegt man diese Wut, und bewegt sich ruhig weiter in Richtung auf das angestrebte Ziel, und erreicht es schließlich, dann ist man in der Psyche zufrieden und stolz auf sich.

 

Vollkommen zu sein, streben nur Menschen an, die über sich (wie ihre Psyche agiert, dass sie nach Substanzen und Gesetzen abläuft) wenig wissen.

 

 

Um sich besser kennenzulernen, könnte man sich beobachten. Man würde u.a. feststellen, dass oft die gleichen Abläufe erfolgen. Hier wäre ein Ansatz, sich selbst zu ändern.

 

Denn man ist natürlich auf seine Psyche angewiesen. Und der Harmonie und des Ausgleichs wegen ist es gut, mit sich selbst auszukommen.

 

Dies erreicht man nicht mit Gewalt und auch nicht damit, sich selber durch Flüche zu bestrafen.

 

Hier könnte helfen, seine Ideale auf die Probe zu stellen: sich zu fragen, woher diese kommen und ob sie wirklich in dieser Form weiterhin notwendig sind (denn von den Zielen der Ideale geht ja oft der Ärger auf sich selbst aus, wenn sie nicht erfüllt werden).

 

Fündig werden könnte man bei seinen Bezugspersonen, den Menschen, mit denen man aufgewachsen ist, die Kultur, in der man lebte bzw. weiterlebt, und mit den Menschen, mit denen man jetzt zusammen ist.

 

 

Ein Rat: Du bist, wie du bist, also nimm dich auch so – wenn du dich nicht, ohne dir zu schaden, ändern kannst.

 

Denn du bist, was du bist – also dein Gehirn ist (welche Fähigkeiten und Möglichkeiten es hat).

 

Darüber hinaus denke an das Motto: Was geschah, musste so geschehen, wie es geschah.

 

Also musste auch dein Gehirn so werden, wie es jetzt ist. Und so sein, wie es nach deinem Änderungswusch ist (also gleich oder geändert).

 

Und nur über dein Gehirn kannst du dich ändern (mit deinem ICH, dass sich ebenfalls im Gehirn befindet) – wenn dies die Fähigkeit dazu hat.

 

 

Noch eine kleine Analyse: Wenn jemand wütend ist über etwas, was er selbst gemacht hatte, dann ist es so, dass in dem Moment, in dem er wütend ist, die damalige Situation in ihm auftaucht, ihn wie ein Flash überflutet. Er agiert also so, als wenn er das gerade eben gemacht hätte.

 

 

Und noch einen kleinen Exkurs über das Fluchen:

 

Der Fluch entsteht durch das Nichterreichen eines Zieles, und man etwas dafür verantwortlich macht. Etwa: eine mystische Gestalt, einen unbelebten Gegenstand, eine Person oder ein sonstiges Lebewesen.

 

In allen Fällen ist das Fluchen wenig hilfreich, weil man damit die Vergangenheit nicht ändert.

 

Was etwas ändern würde, wäre, wenn man sich das, was nicht geklappt hat oder in Erfüllung ging, noch einmal genau ansieht, um dann sein eigenes Verhalten so verändert, dass es klappen könnte.

 

 

 

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