Wie könnte man sich erklären...                                         WUT AUF SICH SELBST

 

Wut oder Ärger werden immer durch ein nichterreichtes  Ziel ausgelöst.

 

Die jeweiligen Reaktionen können verändert werden:

  • Indem man das nichterreichte Ziel herausfindet,
  • es sich genau ansieht,
  • fragt, welchen Anteil man selbst daran hat,
  • und wie man sich verändern könnte.

 

Eine sehr wirksame Methode, Ärger oder Wut nicht aufkommen zu lassen, ist, sich das Motto zu sagen:

 

"Was geschah, musste geschehen, wie es geschah."

 

Denn alles geschieht auf Grund von Substanzen, die nach Gesetzen ablaufen.

 

Dann: Da die Reaktionen (Ärger und Wut) letztlich aus der eigenen Sicht und Einstellung erfolgen, sollte man, bezüglich Veränderungen, bei sich selbst ansetzen.

Mit der Frage, wie könnte ich mich in ähnlichen Situationen gemäßigter, angemessener verhalten, kann eine Lösung kreiert werden.

Hat man eine gefunden, sollte man diese mit der spontanen Reaktion koppeln. Genauer: Ein Ziel mit dieser Antwort formen, sodass jedes Mal, wenn der Impuls das Verhalten hervorrufen will, dies ebenfalls aktiviert wird und so dämpfend und regelnd sein eigenes Verhalten beeinflusst.

 

Da wie alle von Zielen gesteuert werden, ist die Bildung neuer Ziele weitaus effektiver als sich selbst zu verfluchen.

 

Viele der Reaktionen erfolgen auf Grund falscher Ziele. Auch bezüglich seiner Erwartungen an die Menschen und Umwelt.

 

Der Ärger wird oft nach außen projiziert; auf andere Menschen, sonstige Lebewesen, leblose Gegenstände. Oft auch auf das Schicksal, dass es auf einen abgesehen hat oder auf böse Mächte.

Ärgert man sich z.B. darüber, dass etwas nicht so funktionierte, wie man es erwartete, dann spielt nicht selten ein unbewusster metaphysischer oder mystischer Glaube eine Rolle. Hier könnte man sich immer wieder klarmachen: Gegenstände haben keinen Willen und wollen einen auch nicht ärgern.

 

 

Fragt man sich: „Welches Ziel wollte ich erreichen und warum habe ich es verfehlt?“" könnte man zweierlei gewinnen:

  1. Erstens, den Grund seines Ärgers erkennen,
  2. sich selbst besser kennenlernen.

 

Jeder hat Ideale von sich – wie er sein möchte oder sollte. Dazu gehört u. a. auch oft, keine Fehler zu machen.

 

Nicht wenige Menschen geraten in Wut und verfluchen sich, wenn es nicht zu dem Ergebnis führte, dass man anstrebte.

 

Hier könnte helfen, wie gesagt, seine Ideale auf die Probe zu stellen: sich zu fragen, woher diese kommen und ob sie wirklich in dieser Form weiterhin notwendig sind (denn von den Zielen der Ideale geht ja oft der Ärger auf sich selbst aus, wenn sie nicht erfüllt werden).

 

Fündig werden könnte man bei seinen Bezugspersonen, den Menschen, mit denen man aufgewachsen ist, die Kultur, in der man lebte bzw. weiterlebt, und mit den Menschen, mit denen man jetzt zusammen ist.

 

 

Also: Warum ärgert man sich?

Weil ein Ziel nicht erreicht wurde.

Warum wurde dieses Ziel nicht erreicht?

Weil es bezüglich der Umwelt oder der Menschen oder der eigenen Unzulänglichkeit in dem Augenblick nicht möglich war.

Nützt dieser Ärger oder schadet er?

In der Regel wohl das Letztere.

Wie könnte man in Zukunft, bezüglich dieses Zieles, etwas verändern?

Das angestrebte Ziel zu modifizieren: Eine Koppelung hinzufügen, die das Verhalten entspannt.

 

 

 

Ein Rat: Du bist, wie du bist, also nimm dich auch so – wenn du dich nicht, ohne dir zu schaden, ändern kannst.

 

Denn du bist, was du bist – also dein Gehirn ist (welche Fähigkeiten und Möglichkeiten es hat).

 

Darüber hinaus denke an das Motto: Was geschah, musste so geschehen, wie es geschah.

 

Also musste auch dein Gehirn so werden, wie es jetzt ist. Und so sein, wie es nach deinem Änderungswunsch ist (also gleich oder geändert).

 

Und nur über dein Gehirn kannst du dich ändern (etwa mit deinem ICH, das sich ebenfalls im Gehirn befindet) – wenn dies die Fähigkeit dazu hat.

 

 

Noch eine kleine Analyse: Wenn jemand wütend ist über etwas, was er selbst mal gemacht hat, dann ist es oft so, dass in dem Moment die damalige Situation in ihm auftaucht, ihn wie ein Flash überflutet. Er agiert also so, als wenn er das gerade eben gemacht hätte.

 



[1] Gespräch über: Was geschah, musste geschehen, wie es geschah

[2] ICH (Wie könnte man sich erklären )

[3] Die 11 Grundlagen des Menschen: Psyche

[4] Gespräch über: Was geschah, musste geschehen, wie es geschah

 

Ausführliche Texte zu den jeweiligen Hinweisen finden Sie in dem Buch:

„Hermsch - Das sollten Sie wissen: Die 11 Grundlagen des Menschen.“

 

 

 

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