Welt - objektiv und subjektiv

 

Jede Gattung hat ihre vermeintliche „objektive“ Sicht, weil deren Angehörige die Welt ähnlich sehen. Diese nehmen sie aber lediglich aus ihrer subjektiven Sicht wahr, nach den Zielen[1] und deren Mittelpunkten[2], die im Gehirn[3] sind.

 

Es ist eben nicht so wie bei einem Computer[4], der z. B. objektiv Bilder aufnimmt und nach diesen Infor­mationen rechnet.

 

Je weniger die psychischen Ziele[5] mitwirken, umso besser kann man objektiv abbilden (z. B. mit einem Fotoapparat).

 

Wenn fotografiert wird, dann trifft Licht auf eine Linse, die daraus eine Grafik erstellt.

Es geschieht also quasi dasselbe wie mit der Aufnahme von Licht durch das menschliche Auge – nur dass dieses dann vom Gehirn nach dessen Zielen verarbeitet werden. Dies ist die subjektive Sicht.

 

Bei einem Foto entfällt diese psychische Bearbeitung[6]. Daher spricht man von der objektiven Sicht. (Sobald man es sich ansieht, wird in der Regel Subjektives hineinprojiziert.)

 

Dies ist bei jedem Foto so, egal in welcher Dimension es aufgenommen wurde. Und egal, ob es sich um Bilder im Makro- oder Mikrokosmos handelt.

 

Die Möglichkeit der Fotografie entstand im 19. Jahrhundert. Entsprechend wussten Philosophen, die davor lebten, davon nichts. Ebenso wenig, wie das Gehirn arbeitet; dass es das Objektive nach seinen Zielen verändert.

 

 

 

So kam z. B. Descartes, der im 17. Jahrhundert lebte, zu dem Spruch: „Ich denke, also bin ich“, weil er alles infrage stellte, die Welt sozusagen als Traum empfand, es letztlich nichts Objektives für ihn gab. Bis auf sein Denken, das er nicht leugnen konnte.

 

 



[1] Die 11 Grundlagen des Menschen: Ziele

[2] Die 11 Grundlagen des Menschen: Mittelpunkt-Mechanik

[3]Die 11 Grundlagen des Menschen: Gehirn

[4] Gehirn versus Computer (Wie könnte man sich erklären …)

[5] Ort der psychischen Ziele (Wie könnte man sich erklären …)

[6] Die 11 Grundlagen des Menschen: Psyche

 

Ausführliche Texte zu den jeweiligen Hinweisen finden Sie in dem Buch:

„Hermsch - Das sollten Sie wissen: Die 11 Grundlagen des Menschen.“