Wie könnte man sich erklären…                                         WIE MAN SICH SELBST ÜBERWINDEN KÖNNTE

 

Selbstüberwindung heißt: Falschen Zielen in seinem Selbst (seiner Psyche) nicht nachzugeben.

 

Da das Gehirn, und die in ihm sich befindenden Ziele, nicht wirklich immer Recht haben, weil darunter falsche (ungesunde) Ziele sind, sollte man schon mal genauer hinschauen.

 

Also sich selbst (seine Psyche) mit seinem ICH (das sich ja ebenfalls im Gehirn befindet) beobachten.

 

War man einem falschen Ziel unterlegen, wäre es gut, sich anschließend fragen: Welche Ziele steckten dahinter, haben dazu geführt? Und sich diese dann genau ansehen, versuchen sie zu ändern, etwa indem man ein neues Ziel bildet, dass das alte ersetzen oder modifizieren soll.

Also sich rückblickend möglichst genau in diese Situationen hineinversetzen, genau beobachten, besonders seine Gefühle. Um ähnlichen Situationen gegenüber besser gewappnet zu sein.

 

Die Vorteile, sich den Ablauf nach der Befriedigung des negativen Ziels noch einmal anzusehen, liegen auf der Hand: Der große Unterstützer dieser Sucht, der damalige Mittelpunkt, ist momentan ausgeschaltet, sodass jetzt, beim nüchternen Betrachten, auch Argumente und Gefühle gesehen und gefühlt werden könnten, die ausgeschlossen wurden.

 

„Falsche Ziele“ nenne ich alles, was ungesund ist, und entsprechendes Verhalten, bzw. Abhängigkeiten schafft. Wie etwa Süchte.

 

Und diese arbeiten immer mit Gefühlen: Die einem vorgaukeln, sie unbedingt erleben zu müssen.

 

Und genau darum geht es: Diese falschen Gefühle, die mächtige Kräfte entwickeln können, um befriedigt zu werden, durch nachträgliche Selbstbeobachtung für die Zukunft möglichst zu schwächen.

 

Negative Gefühle (wie alle Ziele) erzeugen den Drang, ausgelebt zu werden. Oft täuschen sie einem vor, dass man ohne sie etwas versäumt. Oder es könnte etwas Schlimmes geschehen (etwa, dass die eigene, schöne Welt nicht mehr befriedigt wird und untergeht).

Dabei werden besonders oft Gefühle gesucht, die im Anfang der Sucht erlebt wurden, inzwischen aber längst an Stärke verloren haben.

 

Falsche Ziele wirken mit Zuckerbrot und Peitsche: Locken also mit schönen Gefühlen, die man in diesen Situationen schon erlebt hatte und drängen, ihnen nachzugeben.

 

 

Manchmal hilft es auch, sich zu vergegenwärtigen:

Gefühle (auch falsche) sind in ihrer Intensität nicht auf Dauer da. Oft haben sie sich über kurz oder lang abgeschwächt bzw. sind verschwunden.

 

Zu den Möglichkeiten, den augenblicklichen Mittelpunkt zu schwächen, könnte auch diese Übung beitragen: Man versucht, sich bei jedem Einatmen immer weiter dem Ende des Universums zu nähern und beim Ausatmen unmittelbar unter dieser gerade erreichten Grenze bleibt.

 

Was ganz wichtig ist: Es sollte sich kein freier Raum zwischen dem "Ende des Universums" und dieser gerade erreichten Grenze ergeben.

 

 

 

Verhaltensweisen entstehen in Lebenssituationen, werden hier gelernt. Lernen heißt auch: konditionieren. Dies wiederum bedeutet, in bestimmtem Lebenslagen so und so zu reagieren.

 

 

Noch eine Bemerkung zu den Zielen, die einen leiten (und für den einen oder anderen Menschen in diesem Sinne ungewohnt sind):

Ziele sind stehst Neuronennetzwerke im Gehirn, die ich auch Mittelpunkte nenne (siehe oben).

 

Wenn jemand z.B. von „Geist“ spricht und damit an Übersinnliches denkt, so meint er eigentlich Neuronennetze – ohne sich darüber klar zu sein. (Neuronennetze bilden sich durch Ziele, um diese auszuführen).

 

Sein eigener „Geist“ (Neuronennetze) führt ihn durch diese (seine) Aussage zu etwas Übersinnlichen, Abgehobenen, Realitätsfernen, wenn dieses Netz es beinhaltet.

 

Auch dies ist ein falsches Ziel! Denn diese sind nicht übersinnlich.

 

 

 

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf gute Vorsätze:

 

 

   ► Warum nimmt man sich etwas vor?

 

Weil einem etwas nicht passt – und man es bisher nicht nachhaltig ändern konnte.

 

   ► Warum ist es so schwer, dieses Vorgenommene durchzuhalten?

 

Weil Gewohnheiten weiterhin ausgeführt werden wollen. Es sind Ziele, die mit positiven Gefühlen locken, und alles ausblenden, was ihrem Erreichen im Wege steht.

 

   ► Wie schaffen diese es, sich durchzusetzen?

 

Durch die Mittelpunkt-Mechanik. Das Strickmuster der Psyche. Dadurch können sie alles im Wert herabsetzen oder ausblenden, was dagegenspricht. – Also auch die guten Vorsätze.

 

   ► Wie könnte man dies ändern?

 

Indem man sich diesen Ablauf bewusst macht, ein Ziel bildet, das in dem Moment ebenfalls aktiviert wird.

 

D.h.; Wenn die Gier des falschen Ziels es nicht mehr schafft, alle Aufmerksamkeit in Beschlag zu legen und man dem inneren Schweinehund klar ins Auge blickt.

 

 

 

© Es ist zulässig, diesen Inhalt unter der Bedingung, meine Website www.karlheinzhermsch.de zu nennen, und ohne die Texte zu verändern bzw. zu kürzen, uneingeschränkt zu nutzen oder zu vervielfältigen. (Nachfragen über Ausnahmen bitte über mein Impressum.)

Translated pages in English: