Wie könnte man sich erklären…                                          WIE MAN SICH SELBST ÜBERWINDEN, ANPASSEN KANN - UND WIE MAN GELASSEN BLEIBT

 

Selbstüberwindung heißt: Falsche Ziele in seinem Selbst (seiner Psyche) zu überwinden. Denn der Mensch wird immer von Zielen gesteuert.

 

Da das Gehirn, also die in es sich befindlichen Ziele, nicht wirklich immer recht haben, weil darunter falsche Ziele sind, sollte man schon mal genauer hinschauen. Also sich selbst (seine Psyche) mit seinem ICH (das sich ja ebenfalls im Gehirn befindet) beobachten.

 

„Falsche Ziele“ nenne ich alles, was (auf Dauer) ungesund ist, und entsprechendes Verhalten, bzw. Abhängigkeiten schafft. Wie etwa Süchte.

 

Sie entstehen in Lebenssituationen, werden hier gelernt. Lernen heißt konditionieren. Dies wiederum bedeutet, in bestimmtem Lebenslagen so und so zu reagieren.

 

Will man falsche Ziele modifizieren oder zum Erlöschen bringen, sollte man sich in diesen Situationen genau beobachten, besonders seine Gefühle.

Dies könnte helfen:

  • das Gefühl einzuschränken; man ist nicht mehr 100%ig in diesem Mittelpunkt,
  • dieses Verhalten als Schablone zu nutzen, um Ansatzpunkte für eine Änderung des Verhaltens zu finden.

 

Zunächst wird man etwa eine Art undurchdringliche, mehr oder weniger durchsichtige Glasscheibe erkennen, die einen vom gesunden Verhalten trennt. Sie ist nicht zu durchstoßen oder beiseitezuschieben.

Diese wird von dem Ziel erzeugt, dieses zu befriedigen und kann dermaßen wirksam sein, dass durch die Mittelpunkt-Mechanik nichts zugelassen wird, dass nicht zu diesem Ziel passt.

Auch wenn auf den Weg zum Ziel der Gedanke auftaucht, umzukehren, ist das in der Regel durch diese Barriere unmöglich. Hier tragen besonders die Erinnerungen an schönen Gefühlen bei, die man wieder erleben will.

Das Ziel will erreicht, erfüllt werden und wehrt alles im Wege stehende ab soweit es möglich ist.

 

Dann wird man auf Routinen und Rituale stoßen, die als sehr angenehm empfunden werden.

Diese sollte man sich ganz genau anzusehen, um sie später gefühlsmäßig bearbeiten zu können (sozusagen im trockenen Zustand). Man schaut dem Gegner also ins Auge.

 

So kann man versuchen, sich später noch mal in die Situation einzuleben, diese Gefühle nachzuerleben agiert aber gleichzeitig mit einer erarbeiteten Gegenstrategie, die in erster Linie von Gefühlen getragen wird, die jetzt ebenfalls erlebt werden. Und darauf zielen, das alte abzulösen.

 

Je besser man etwas kennt, umso leichter kann man damit umgehen und darauf eventuell Einfluss nehmen.

 

 

Selbstüberwindung kann man mit zwei Kämpfern vergleichen, die sich im Gehirn befinden und hier ihren Konflikt mit den Waffen der Gefühle austragen. Denn – wie gesagt, hier befinden sich alle Ziele und Gefühle. Einschließlich die des ICHs.

Wie bei jedem Kampf ist es so, dass man sich darauf vorbereiten sollte:

Trainieren, um sich stärker zu machen. Und den Gegner analysieren; seine Kampfstrukturen erkennen.

Denn nur mit Stärke ist kaum ein Kampf zu gewinnen, viel entscheidender ist die Taktik.

Training, wieder die Oberhand zu bekommen, ist wichtig: Sich gedanklich und besonders gefühlsmäßig in entsprechende Situationen hineinversetzen, sie durchleben, und in seinem Ziel, nicht nachzugeben, bleiben.

 

Der zentrale Punkt ist, falsche Gefühle als das zu sehen, was sie sind: Schädlinge der Gesundheit.

 

Dadurch, und mit dem Wissen über die Grundlagen der Menschen, kommt man sich näher und kann versuchen, sie über seine Ziele der Selbstüberwindung und Anpassung zu ändern.

 

Das heißt also, mit seinem ICH ein Willensziel (etwa eine gesunde Alternative) gefühlsmäßig bilden und damit auf Ziele, die eine Art von Versklavung ausüben, Einfluss nehmen. Also sie mit der Mittelpunkt-Mechanik mehr oder weniger mattzusetzen.

 

Anleitung zum gelassen werden:

Da der Mensch von Zielen gestaltet wird, wäre der beste Weg, wenn falsche Ziele auftauchen, sich auf ein schon vorhandenes positives oder neu zu bildendes Ziel zu konzentrieren.

Dies kann, nach kürzerer oder längerer Zeit, wenn man ihm die Aufmerksamkeit gibt, stärker werden als das falsche Ziel, und dieses via die Mittelpunkt-Mechanik, immer schwächer machen.

 

Man kann auch diese meditative Entspannungsmethode, die sich für Gelassenheit (gelassen von den falschen Zielen) gut bewährt hat, nutzen:

Sich beim Einatmen immer weiter dem vermeintlichen Ende des Universums nähern, und beim Ausatmen unmittelbar unter dieser Grenze bleiben.

Anmerkung: Da das Universum unendlich ist, kann man das Ende  natürlich nie erreichen und diese Übung unendlich lange fortsetzen.

 

Ist man einem falschen Ziel unterlegen, dann sollte man sich fragen: Welche Ziele stecken dahinter, haben dazu geführt?

Und sich diese genau ansehen, sie versuchen anzupassen, zu ändern oder ein neues Ziel bilden, dass das alte ersetzen soll.

 

Dies gilt auch für nicht mehr passende oder unangemessene.

Denn für das Leben / Überleben haben sich in jedem Menschen Ziele gebildet, um sich anzupassen.

Nun ändern sich im Laufe des Lebens die Umgebung, die Menschen, mit denen man zu tun hat und man selbst. Entsprechend sollte man die Ziele, die nicht mehr richtig passen, angleichen.

 

Da das Gehirn von Zielen gesteuert wird (die dann Neuronennetze bilden, um sie zu erreichen), sollte man diese Strickmuster, besonders deren Gefühle, nutzen, wenn man Veränderungen in sich selbst herbeiführen will.

 

Denn Ziele arbeiten immer auch mit Gefühlen. Und genau darum geht es: Diese falschen Gefühle, die mächtige Kräfte entwickeln können, um befriedigt zu werden, schwächer zu machen und möglichst durch gesunde zu ersetzen.

 

Negative Gefühle (wie alle Ziele) erzeugen den Drang, ausgelebt zu werden. Oft gaukeln sie einem vor, dass das Leben ohne diese falschen, aber schönen Gefühle sinnlos ist. Es könnte etwas Schlimmes geschehen (etwa, dass sonst die eigene Welt untergeht), wenn man ihnen nicht folgt. Damit blockieren sie alternative Verhaltensweisen.

 

Sie wirken mit Zuckerbrot und Peitsche: Locken mit schönen Gefühlen, die man in diesen Situationen erlebt hatte und drängen, ihnen nachzugeben, weil man sonst weiter leiden müsste.

Der Drang kann so lange bestehen bleiben, bis man schließlich nachgibt. Das tut man oft schnell, um diesen loszuwerden.

 

Aber: Gefühle (auch falsche) sind in ihrer Intensität nicht auf Dauer da. Oft haben sie sich am nächsten Tag abgeschwächt oder sind verschwunden.

 

Je permanenter man das Willensziel der Änderung verfolgt und seine Aufmerksam sofort, wenn die falschen Ziele – also die Gefühle – wieder auftauchen und bewusst werden, darauf richtet, umso nachhaltiger und automatischer wird auf Dauer die Änderung in einem selbst sein.

 

Es geht also darum, zunächst eine Koppelung der ungesunden mit gesunden Gefühlen (Zielen) zu bilden.

Ich meine dies nicht etwa in dem Sinn, dass man etwas verdrängt. Denn wenn man dies anstrebt, ist man im Mittelpunkt dieses Gedankens oder Gefühls, das einen dann gestaltet.

Sondern indem man seine Aufmerksamkeit auf die gesunden Gefühle (Ziele) lenkt. Damit arbeitet die Mittelpunkt-Mechanik für einen: Was nicht zu dem Ziel passt, wird weniger oder gar nicht mehr wahrgenommen.

Bleibt man dabei, könnte man sich von Gefühlen befreien.

 

Man braucht oft Geduld, um sich auf Dauer zu überwinden.

 

Denn von Abhängigkeiten loszukommen ist ein Prozess, der Zeit braucht. Jedes Mal, wenn man nicht nachgegeben hat, ist das Ziel „davon loszukommen“ stärker geworden. Je stärker ein Ziel wird, umso schwächer werden Ziele, die nicht dazu passen.

Zwischendurch können immer wieder plötzliche starke Schübe auftreten, die einen zurück zu dem ungesunden Verhalten führen wollen.

Dem kann man sich durch Wahrnehmung und dem oben ausgeführtem widersetzen.

 

Noch eine Bemerkung zu den Zielen, die einen leiten (und für den einen oder anderen Menschen ungewohnt sind):

Ziele sind stehst Neuronennetzwerke im Gehirn, die ich auch Mittelpunkte nenne (siehe oben).

 

Wenn jemand von „Geist“ spricht und damit an Übersinnliches denkt, so meint er eigentlich Neuronennetze – ohne sich darüber wohl in aller Regel klar zu sein. (Neuronennetze bilden sich durch Ziele, um diese auszuführen).

Sein eigener „Geist“ (Neuronennetze) führt ihn durch diese (seine) Aussage zu etwas Übersinnlichen, Abgehobenen, Realitätsfernen, weil dieses Netz es beinhaltet.

Auch dies ist ein falsches Ziel!

Denn schaut er einmal genau hin, dann wird er unweigerlich auf Ziele stoßen. Und in Erweiterung auf Mittelpunkte. Diese sind nicht übersinnlich.

 

 

Dies sich dies vor Augen zu halten, ist besonders wichtig, um von falschen Vorstellungen von sich und der Welt gelassen zu werden. Etwa:

  • Es gibt Übernatürliches (etwa immaterielle Geister)
  • Man ist einem Schicksal ausgeliefert, das frei – ohne von Gesetzen gesteuert zu werden –  entscheiden kann.
  • Dass es einen Zufall ohne Grund gibt.
  • Das alles möglich ist (man etwa willkürlich Gesetze ändern kann).

 

 

 

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Basic knowledge about human beings

  • Consciousness is neither an incompre-hensible mind (as is often believed), nor does it decide
  • This is the brain’s job. It controls people with neuronal networks (which I call midpoints) that have been formed through the goals of inheritance and experience.
  • Consciousness only experiences with the senses. With these sensations and data, the brain can change its decisions.

 

People are never shaped by just one area of the brain, but always by many that are connected to each other via neural networks.

 


Without exception, these networks were each created by goals.

 

 

 

 

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