Mittelpunkt-Mechanik (Erklärung)

 (Ein Schlüssel zur Psyche)

 

Mittelpunkte sind Neuronennetze, die von Zielen generiert wurden und diese dann repräsentieren und ausführen.

Andere Mittelpunkte, die nicht dazu passen, werden während dieses Prozesses automatisch im Wert vermindert, bzw. ausgeschaltet.

 

Während alles im Universum von Zielen[1] gestaltet wird, denen die Folgen ihrer angestrebten Struktur 'egal' sind, kommt bei Lebewesen das Ziel der Erhaltung hinzu.

 

Dieses erfolgt im Gehirn[2] durch Netze aus Neuronen und Synapsen, die ich ‚Mittelpunkte‘ nenne. Je nach Art und Individuum werden die Lebewesen von ihnen gestaltet.

 

Mittelpunkte entstehen also durch Ziele und sind deren Werkzeug.

 

Neuronennetze verbinden Areale des Gehirns, wie: Hirnrinde, Kleinhirn, Limbisches System, Amygdala, Sprachzentrum, Sehrinde, Hörzentrum, Geschmackszentrum, usw., greifen auf Gedächnis-inhalte und alles, was dazu passt, zurück und bilden sich aufgrund von Zielen.

 

Mittelpunkte agieren in der Form, dass sie alles zulassen, was dazu beitragen könnte, ihre Strukturdas Zielzu erreichen bzw. zu erhalten, und alles andere möglichst unberücksichtigt lassen. Sie bewerten also. Werte bewegen die Lebewesen.

 

Im Allgemeinen spielen die Mittelpunkte miteinander das Konzert des Lebens, es laufen viele Prozesse gleichzeitig ab. Im Extremfall kann aber ein Mittelpunkt alle anderen stark herabsetzen, sodass nur dieser den Menschen gestaltet, etwa in Phasen der Panik, der Ekstase oder wenn man dabei ist, Höchstleistungen zu vollbringen.

 

Aber auch in dem Spektrum zwischen Normal und Extrem agieren alle Mittelpunkte so, dass sie andere im Wert einschränken oder verstärken. Dies nenne ich die Mittelpunkt-Mechanik.

 

Wem die Mittelpunkt-Mechanik klar wird, begreift auch viel von der Funktionsweise seiner eigenen Psyche[3].

 

Anderen Menschen die Mittelpunkt-Mechanik klarzumachen, ist auch deshalb so schwierig, weil sie immer in irgendwelchen Zielen sind, ohne dies richtig wahrzunehmen. Sie schauen nicht auf ihre psychischen Abläufe.

 

Was noch weniger wahrgenommen wird ist, dass durch das jeweilige Ziel vieles keine Rolle mehr spielt.

 

Man müsste vielleicht schon mal die Erfahrung gemacht haben, dass sich die Welt in Bruchteilen von Sekunden ändern kann, um dies zu begreifen.

 

Den Terminus „Mittelpunkt-Mechanik“ (englisch: midpoint-mechanics) habe ich geprägt, um nicht immer Neuronennetz-Gesetzmäßigkeit zu gebrauchen. Er stellt einprägsamer klar, dass ein Neuronennetz andere mechanisch im Wert herabsetzt oder verstärkt, je nachdem ob sie für den aktuellen Mittelpunkt unpassend oder passend sind.

 

Und noch ein Hinweis: die meisten Erklärung über die Funktionsweise des Gehirns laufen darauf hinaus, dass bestimmte Areale aktiviert werden und auf Reize reagieren.

 

Aber niemals reagiert nur ein Areal, sondern es wird immer ein Neuronennetz von den Reizen aktiviert, das über Synapsen mit anderen

verbunden ist.

 

Vielleicht helfen zum besseren Verständnis die Begriffe „selektive Aufmerksamkeit“ und „flow“. Bei dem ersten werden von vielen Informationen nur bestimmte wahrgenommen, die zu einem Ziel passen. Bei dem zweiten ist man in einem Fließen, dass nur von einem Ziel bestimmt wird und nichts anderes zulässt, also von nichts gestört wird.

 

Beides gilt auch für die Mittelpunkt-Mechanik. Hier kommt aber noch der Hinweis auf die strenge Gesetzmäßigkeit hinzu, mit der die Wahrnehmung eingeschränkt wird. D.h., dass nur das vom Gehirn wahrgenommen wird, was für das jeweilige Ziel, oder die Ziele, wesentlich ist. Alles andere wird absolut nicht bemerkt und ist quasi nicht vorhanden. Es wird also weder irgendetwas negativ bewertet noch verdrängt (dementsprechend werden davon auch keine Reaktionen ausgelöst). So wird der Ablauf durch nichts gestört; man lebt nur noch in der Welt des jeweiligen Zieles.

 

 

Ohne die Mittelpunkt-Mechanik würde das Gehirn ins Chaos stürzen, weil keine Ziele mehr dauerhaft verfolgt werden könnten.

 

Es ist relativ selten, dass nur ein Mittelpunkt den Menschen gestaltet. In der Regel finden viele Prozesse gleichzeitig statt, die alle nach der Mittelpunkt-Mechanik ablaufen und je nach Wertigkeit für andere Ziele mehr oder weniger wichtig sind. Dadurch bilden sich zum Beispiel bestimmte Cluster, die gemeinsam Prozesse ausführen.

 

Mittelpunkte entstehen also durch Ziele, die Neuronennetze im Gehirn kreieren, die u.a. Handlungen initiieren, Gefühle erzeugen.

 

Wenn Mittelpunkte aktiviert sind, werden andere Neuronennetze, die dazu nicht passen, wie gesagt, schwächer oder nicht mehr wahrgenommen.

 

Sie werden während dieser Zeit in der Psyche kaum bzw. nicht berücksichtigt.

 

In einem Satz: Je stärker das Gehirn ein Ziel verfolgt, umso weniger werden andere Ziele, die nichts dazu beitragen können, wahrgenommen, bzw. können wirken.

 

In diesem Zusammenhang interessant ist vielleicht auch das mit vielen Menschen durchgeführte Experiment mit einem Video von 75 Sekunden Dauer, dass die Wissenschaftler Simons und Chabris durchgeführt haben und es ‚Gorillas in unserer Mitte‘ nennen:

 

Der Film zeigt zwei Teams mit je drei Spielern, eins trägt weiße, das andere schwarze T-Shirts. Die Mitglieder jedes Teams spielen sich einen normalen orangefarbenen Basketball durch Werfen oder Dribbeln zu. Nach 44 bis 48 Sekunden ereignet sich etwas Unerwartetes: Eine kleinere Person, die vollständig in ein Gorillakostüm gehüllt ist, läuft auf die gleiche Weise wie die Spieler durchs Bild. Während dieser unerwarteten Ereignisse setzen die Basketballspieler ihre Aktionen unbeirrt fort.

Bevor die Versuchspersonen ein Video sehen, erhalten sie die Aufgabe, sich entweder auf das Team in Weiß oder das in Schwarz zu konzentrieren und sämtliche Ballwechsel des beobachteten Teams im Kopf mitzuzählen bzw. die geworfenen und die gedribbelten Ballwechsel getrennt zu zählen. Nachdem die Versuchspersonen das Video gesehen und ihren Beobachtungsauftrag erfüllt haben, werden sie gebeten, ihre Zahlen niederzuschreiben. Anschließend fragt man sie, ob ihnen (a) während des Zählens etwas Ungewöhnliches aufgefallen sei, (b) ob sie noch etwas anderes als die sechs Spieler bemerkt hätten, ob jemand anders im Video aufgetreten sei, schließlich:

Hast du einen Gorilla durch das Bild gehen sehen?

Ungefähr die Hälfte der Versuchspersonen bemerkte den Gorilla nicht.

 

Mein Kommentar dazu: die vorgegebenen Ziele (die Mittelpunkte) haben alles andere (den Gorilla) nicht wahrnehmen lassen.

 

Anhand dieses Experimentes kann man deutlich sehen, wie ein Mittelpunkt – hier die Aufgabe – wirkt.

 

Und noch eine Anmerkung: Zauberer und Hypnotiseure arbeiten durchweg mit der Mittelpunkt-Mechanik.


 


[1] Die 11 Grundlagen des Menschen / Ziele

[2]Die 11 Grundlagen des Menschen / Gehirn

[3] Die 11 Grundlagen des Menschen / Psyche

 

 

 

Hier ein Artikel, der die Mittelpunkt-Mechanik schön demonstriert:

 

https://www.sciencealert.com/here-s-what-happens-to-your-brain-when-you%20orgasm?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+sciencealert-latestnews+%28ScienceAlert-Latest%29

 

Here's What Happens to Your Body And Brain When You Orgasm

 

SOPHIA MITROKOSTAS, BUSINESS INSIDER

26 JAN 2019

 

Though you don't need to have an orgasm to find sex pleasurable, it's definitely a great bonus.

 

In order to figure out what's going on our brains when we climax, researchers use fMRI (Functional Magnetic Resonance Imaging) Machines or a PET (Positron Emission Tomography) scans. These devices can measure the blood flow and neuron activity in the brain.

 

 

By studying the brain activity of people having orgasms in these machines, scientists have learned some pretty amazing stuff. INSIDER consulted with experts to find out exactly what happens in your brain when you have an orgasm.

 

1. The logical part of your brain basically shuts down during sex.

 

There's a reason why people tend to feel bolder and less inhibited during sex – the part of your brain in charge of your logical reasoning skills temporarily goes on vacation.

 

"The lateral orbitofrontal cortex becomes less active during sex. This is the part of the brain that is responsible for reason, decision making, and value judgments. The deactivation of this part of the brain is also associated with decreases in fear and anxiety," clinical psychologist Daniel Sher told INSIDER.

 

This shutdown of the lateral orbitofrontal cortex actually makes sense, as fear and anxiety can interrupt arousal and lead to problems like performance anxiety.

 

2. Multiple spatially remote parts of your brain are involved in having an orgasm.

 

Medical imaging tests suggest there are multiple spatially remote brain regions that are involved in sexual response.

 

"Researchers have found that genital sensory cortex, motor areas, hypothalamus, thalamus, and substantia nigra all light up during the big O," cognitive psychologist Kayt Sukel explained to INSIDER.

 

 

The thalamus helps integrate information about touch, movement, and any sexual memories or fantasies that someone might call upon to help them reach orgasm. Meanwhile, the hypothalamus is busy producing oxytocin and may help coordinate arousal.

 

"Motor areas are also involved because the body is (hopefully) moving during the act, and the genital sensory cortex is registering touches to the body's nether regions," Sukel added.

 

3. When you orgasm, your brain releases a surge of dopamine.

 

During orgasm, your brain is working overtime to produce a slew of different hormones and neurochemicals. One of these is dopamine, a hormone that is responsible for feelings of pleasure, desire, and motivation.

 

As Sher explained, dopamine is formed in a part of the brain called the ventral segmental area and released into other parts such as the nucleus accumbens and prefrontal cortex.

 

"Some refer to dopamine as a 'pleasure' chemical – though research has shown it offers us much more than just a good time. It's really more of a learning chemical, helping to take notice of rewards like food and sex, and figure out how to get more of them," said Sukel.

 

 

4. Oxytocin is released during both orgasm and breastfeeding.

 

Another hormone that the brain makes during orgasm is oxytocin. Secreted by the pituitary gland and released in the hypothalamus, this hormone makes us feel close to others and promotes affection.

 

"Oxytocin is known as the bonding hormone because it's also released during breastfeeding and is known to facilitate a sense of love and attachment," said Sher.

 

Prolactin is also released during orgasm and is responsible for that feeling of satisfaction that accompanies orgasm. It's also the main hormone responsible for milk production following pregnancy.

 

Of course, the release of oxytocin and prolactin during both sex and breastfeeding doesn't mean a person experiences the same sensations in both situations.

 

These hormones can play different roles in our bodies and are part of the brain's way of strengthening our social connections.

 

5. Having an orgasm stimulates your brain in the same way as doing drugs or listening to your favourite music.

 

Surprisingly, the brain doesn't differentiate much between sex and other pleasurable experiences. The parts of your brain that make you feel good after indulging in dessert or winning at poker are the same areas that light up during orgasm.

 

"Sex is experienced as pleasurable and this is because the reward pathways in our brains are activated during and leading up to orgasm. These are the very same networks that are activated in response to drug use, alcohol consumption, gambling, listening to your favourite song or enjoying a delicious meal," said Sher.

 

 

6. Your brain gives off chemicals that make you less sensitive to pain during sex.

 

It's not your imagination – the body really is less sensitive to pain during sex.

 

"As the pituitary gland is activated, the release of endorphins, oxytocin, and vasopressin promote pain reduction, intimacy, and bonding," Jess O'Reilly, Astroglide's resident sexologist told INSIDER.

 

This may help explain why things that might make us wince in a non-sexual situation, like smacking or hair-pulling, aren't as painful during sex and can even be pleasurable.

 

7. Orgasm and pain actually activate some of the same brain areas.

 

The reason that some people derive sexual pleasure from experiencing pain might be related to the fact that orgasm and pain actually affect a few of the same areas of the brain.

 

"Several of the areas of the brain (namely, within the cortex) that are responsible for pain are active during orgasm," revealed Sher.

 

Although the relationship between pain and orgasm isn't yet fully understood, some research has shown that vaginal stimulation might actually reduce pain sensitivity in some people.

 

8. After an orgasm, the brain releases hormones that can make you feel happy and sleepy.

 

Once an orgasm has occurred, your brain tends to slow down. But it doesn't go off-duty entirely.

 

"In both men and women, the orgasm signals the parasympathetic nervous system to start down-regulating (or calming) the body. The prefrontal cortex, which was previously activated leading up to orgasm, also becomes down-regulated – and this is linked to increased levels of oxytocin to facilitate attachment," explained Sher.

 

Sukel added that the brain also churns out serotonin after an orgasm. This hormone is known to promote good mood and relaxation. In some people, serotonin can also lead to drowsiness and the desire to curl up for a nap.

 

9. However, the brains of women tend to keep releasing oxytocin even after orgasm.

 

All brains experience the release of oxytocin during sex, which is a hormone responsible in part for creating feelings of closeness and bonding. However, the brains of women behave a little differently after orgasm.

 

"In women, oxytocin tends to continue to be released after orgasm, which may explain the motivation for post-coital cuddles," noted Sher.

 

10. In people who are unable to feel genital stimulation, the brain might actually remap itself to allow them to reach orgasm.

 

Though we usually think of orgasm and sexual pleasure as being dependent on the stimulation of our genitals, that's not entirely true. In some cases, the brain can create new pathways to pleasure that don't involve our sexual organs at all.

 

"When organs are injured or removed, remapping of the senses may occur allowing us to experience sexual and orgasmic sensations in other body parts," O'Rielly explained.

 

In people who have suffered lower body paralysis, for example, the brain might actually rewire itself in order to allow a person to achieve orgasm through stimulation of other body parts, such as the skin of the arm or the nipples.

 

It's possible for some people to orgasm from the touching of skin. (Pixabay)

 

11. Orgasms might be nature's way of 'tricking' us into reproducing.

 

Orgasms are undoubtedly a good time, but they also might be the brain's sneaky way of getting us to reproduce.

 

"If you think about it objectively, the idea of risking your life and health to birth what's basically a parasite living in you for nine months, which you then have to raise for the next decade, is a lot of work. Mother Nature may be 'tricking' us to make sure the species doesn't die out," said Sukel.

 

Though scientists aren't entirely sure why we have orgasms, Sher pointed out that experiencing a moment or two of pure euphoria effectively rewards us for having sex. It reinforces this behaviour and keeps us coming back for more.

 

12. Having an orgasm might actually help keep your brain healthy.

 

Along with enticing us to reproduce, orgasming might also help keep our brains healthy.

 

"It may also be that, evolutionarily speaking, since this activity increases blood flow across the brain so dramatically, it may have developed in part to help keep the brain healthy, too," explained Sukel.

 

Research has also suggested that female orgasm may have once played a role in stimulating ovulation, though now ovulation occurs spontaneously and doesn't depend on sexual activity.