Wie könnte man sich erklären...                                         KOMPLEXE

 

 

 

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Komplexe  können negativ oder positiv sein  (auch, als was und wie man sie sieht).

 

Wahllos herausgegriffen: Religion z.B. oder Hass auf Fremde. Nachkommen zu zeugen oder bestimmte Gebiete vermeiden. Kampf gegen Bestehendes oder Angst vor Gefahr. usw.

 

So gibt es ein weites Feld.

 

Alle laufen nach der Mittelpunkt-Mechanik ab; haben also entsprechen Einfluss in der Psyche.

 

Komplexe sind oft nur schwer oder gar nicht zu verändern, wie z.B. die, die sich in den Urstrukturen befinden. D.h. auch, sie lernen nichts dazu.

 

 

So kann man sagen: "Komplex" bedeutet abgekapselt.

 

Sie umgeben sich mit Mauern mit dem Ziel, bestimmte Einstellungen, Haltungen, Reflexe unter allen Umständen aufrechtzuerhalten, und beeinflussen andere Mittelpunkte.

 

Sie sind also starr und agieren nicht wie andere Mittelpunkte, die flexibel sind und im Konzert der Ziele des Gehirns mitspielen.

 

Das ist natürlich ungünstig. Die Außen- und Innenwelt verändert sich ständig. Zentraler Punkt des Lebens allgemein und die daraus resultierende Anforderung sollte sein, dass sich der Mensch diesen Veränderungen anpasst.

 

Dies ist in der Regel ja auch der Fall. Komplexe verhindern dies aber, ebenso wie etwa Vorurteile, Verblendung, Starrsinn, Intoleranz. Und besonders Fanatismus oder Dogmatismus.

 

 

Sie zu verändern oder aufzulösen ist in aller Regel schwierig. Hat man einen Komplex erkannt und versucht, ihn zu bearbeiten, wird dies auf erhebliche Widerstände treffen.

 

Ein Weg wäre, sie sich immer wieder bewusst zu machen, also sie wahrzunehmen, und versuchen, Verknüpfungen mit gesundem und angemessenen Verhalten herzustellen.

 

Das gelingt am besten mittels Gefühle.

 

Verstand oder der Vernunft. können x-mal sagen: „Es ist Unsinn, was du machst oder denkst.“ Solange man das Gefühl nicht überzeugt hat, wird es kaum etwas nützen.“

 

 

Da der zentrale Punkt des Lebens Anpassung ist, sollten alle psychischen Ziele mit ihren Mittelpunkten anpassungsfähig und veränderlich sein. Komplexe wehren sich gegen jede Art von Änderung, beeinflussen aber andere Mittelpunkte. Aber alles, was starr ist, kann ein Hemmschuh für die Flexibilität der Psyche sein.

 

 

 

Auszug aus meinem Buch: Die Entzauberung des Bewusstseins:

--- Komplexe ---

 

„Erkläre ‚Komplex‘ bitte noch mal.“ sagte GP.

 

„Es ist ein Mittelpunkt, also ein Neuronennetz, das unfähig ist, sich anzupassen und Änderungsversuchen einen starken Widerstand entgegensetzt.“

 

„Er hat sich verkapselt?“

 

„Ja, im Gegensatz zu den Mittelpunkten, die immer dazulernen können.

Oder zu den Clustern. Das sind Neuronennetze, die gelernten oder angeborene Abläufe ausführen und anpassungsfähig sind – wie das Saugen des Kleinkindes an der Mutterbrust, zu laufen oder das Zubinden der Schuhe.“

 

„Ein Cluster ist also ein Mittelpunkt, der u. a. für Routinen zuständig ist, wie Bewegungsabläufe, immer wiederkehrende Handlungen, gelernte Reaktionen. Kannst du ein anschauliches Beispiel geben?“, hakte GP nach.

 

„Nun, etwa ist ein Tic – eine kurze und nicht beeinflussbare motorische Kontraktion einzelner Muskeln im Gesicht – ein Komplex. Dagegen ist die normale Mimik ein Cluster.“

 

„Es gibt, wie du schon sagtest, sehr viele Cluster in einem – Fertigkeiten, gelernte Abläufe, Handlungs-weisen, Einstellungen usw.

 

Kann man sagen: Komplex bedeutet eingeschlossen?“

 

„Ja, er umgibt sich mit Mauern. Er hat das Ziel, bestimmte Einstellungen, Haltungen, Reflexe unter allen Umständen aufrechtzuerhalten, und beeinflusst andere Mittelpunkte mit seiner Eigenart, das, was er in einer bestimmten Situation einmal gelernt hat, beizubehalten.

 

Dazu kommen noch u.a. Lebens-Komplex, Erzeuger-Komplex, Nachfolge-Komplex. Diese liegen ganz in der Tiefe des Menschen. Damit wird er geboren und sie sind quasi nicht zu ändern.

 

           Lebens-Komplex:

 

Solange zu leben, wie es irgendwie geht, egal unter welchen Umständen.

 

 

           Erzeuger-Komplex:

 

Die Triebfeder, Nachkommen zu erzeugen, egal unter welchen Umweltbedingungen.

 

 

           Nachfolge-Komplex:

 

Die Hingabe an jemanden, dem besondere Fähigkeiten zugesprochen werden und man bis zur Blindheit vertraut.

 

 

Wie bei allen Komplexen gibt es hier die Gefahr der Nichtanpassung an die veränderten Verhältnisse.“

 

„Das heißt“, überlegte GP, „sie sind starr und agieren nicht wie andere Mittelpunkte, die flexibel sind und im Konzert der Ziele des Gehirns mitspielen.“

 

„Ja, sie agieren nicht wie die gesunden Mittelpunkte, lernen nicht dazu und stören somit die Flexibilität, die Anpassung des Gehirns. Das ist natürlich ungünstig: Die Außenwelt verändert sich ständig. Zentraler Punkt des Lebens allgemein und die daraus resultierende Anforderung sollte sein, dass sich der Mensch diesen Veränderungen anpasst.

 

Das ist in der Regel ja auch der Fall. Komplexe verhindern dies aber, ebenso wie etwa Vorurteile*, Verblendung, Starrsinn, Intoleranz*. Und besonders Fanatismus oder Dogmatismus.“

 

„Dies findet man ja recht häufig“, bemerkte GP.

 

 

 

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