Gespräch über die Mittelpunkt-Mechanik

 

Da ich mich im Laufe der Jahre mit unzähligen Menschen über diese Themen unterhalten habe, und deren Meinungen oft in meine Manuskripte Eingang gefunden haben, nenne ich die GesprächspartnerInnen hier wertneutral GP.

 

 

 

 

 

GP und ich machten einen Spaziergang um die Alster in Hamburg.

 

„Warum nehmen Ziele in deinen Schriften eine so zentrale Rolle ein?“, fragte GP.

 

„Nun, weil sie alles strukturieren, in eine Gestalt bringen: Alles hat das Ziel, eine Struktur nach den Gesetzen zu bilden.

 

Nehmen wir den Menschen – ich nenne Ziele hier ‚Mittelpunkte‘: Der Mittelpunkt ist die Gestalt, die ein Ziel aus einem macht.

Während alles im Universum von Zielen gestaltet wird, denen die Folgen ihrer angestrebten Struktur ‚egal' sind, kommt bei Lebewesen das Ziel der Erhaltung hinzu. Diese Erhaltungsziele bilden sich im Gehirn durch Netze aus Neuronen, die via Synapsen verbunden sind und die ich, wie gesagt, ‚Mittelpunkte‘ nenne.

Je nach Art und Individuum werden die Lebewesen von ihnen gestaltet.

Ein Mittelpunkt besteht also aus weit über das Gehirn verteilten Neuronen, die ein Netz bilden, das dazu dient, Einstellungen, Handlungen, Vorstellungen, Gefühle usw. zu erzeugen. Es ist ein Ziel, das alles zulässt, was passt, um es zu erreichen, und allem anderen nur wenig oder gar keine Aufmerksamkeit widmet.“

 

„Dann ist der Mittelpunkt ein Schlüssel zum Verständnis des Menschen?“

 

„Ja – aller Lebewesen. Um ein Ziel zu erreichen, muss man einen Weg gehen. Wenn man ‚Weg‘ etwas umfassender ausdrücken will, dann kann man sagen: Man braucht eine Struktur. Und zwar muss der Weg in der Umwelt strukturiert werden und natürlich auch der Mensch, der dieses Ziel erreichen will. Alles, was zu dieser Struktur beitragen könnte und im Moment fassbar ist, wird von dem Ziel berücksichtigt – alles andere bleibt ungenutzt.

Ein Beispiel: Wer sich stark konzentriert, um ein Ziel zu erreichen, wird im Nachhinein merken, dass er nichts anderes mehr wahrgenommen hat. Nur das, was zu seinem Ziel passte.

Man kommt sich selbst jeweils näher, wenn man erkennt, in welchem Mittelpunkt man war.“

 

„Ich habe es so verstanden“, fasste GP zusammen: „Ein Mittelpunkt will sich verwirklichen. Dazu braucht es eine bestimmte Struktur. Diese wird aus dem geschaffen, was dafür relevant ist, alles andere bleibt unberücksichtigt. Sollte etwas stören, wird es im Wert herabgesetzt, kann den Menschen also viel weniger gestalten“.

 

Ich nickte. „Dieses Herabsetzen der anderen Werte geschieht nicht willentlich, sondern mechanisch. Es ist ein gesetzmäßiger Ablauf. deshalb habe ich es auch 'Mittelpunkt - Mechanik' genannt'.“

 

„Es wird nicht willentlich unterdrückt, sondern es geschieht automatisch durch den Mittelpunkt?“

 

„Ein Beispiel: Am 24. März 2015 flog ein Pilot mit einem Passagierflugzeug in den Suizid. Er steuerte das Flugzeug gegen ein Felsmassiv. Alle 150 Insassen riss er mit in den Tod.

Was ging im Kopf dieses Menschen vor?“

 

„Er hat alles andere verdrängt“, sagte GP.

 

„Stell dir vor, du richtest deine Aufmerksamkeit auf etwas, das du nicht wahrhaben willst. Dadurch wird dieses Etwas stärker, weil du dich damit beschäftigst (du bist so in dessen Mittelpunkt, wirst davon gestaltet). Mit der Verdrängung erreichst du genau das Gegenteil von dem, was du willst, nämlich etwas beiseite zu schieben.“

 

„Es wird aber auch gesagt: ‚Man verdrängt etwas, wenn etwas unbewusst weiter agiert.‘“

 

„Auch das ist im eigentlichen Wortsinn nicht richtig. Es wird von anderen Mittelpunkten im Wert herabgesetzt, sodass es nicht mehr wahrgenommen wird, agiert aber im Unbewussten weiter, ohne dass das Bewusstsein Informationen einholt.

Wenn man sagt: ‚Ein Mittelpunkt oder Mittelpunkte lassen einen etwas nicht sehen‘, dann trifft man den Sachverhalt sehr viel genauer, als wenn gesagt wird: ‚Man hat etwas verdrängt.‘

 

Die Antwort, was im Kopf des Kopiloten vor sich ging, gibt die Mittelpunkt-Mechanik: Das Ziel, sich das Leben zu nehmen, setzte alle anderen Mittelpunkte im Wert herab bzw. auf null – den bevorstehenden Aufprall auf die Berge, die 150 Menschen, die an Bord waren und mit ihm sterben mussten, ihre Angehörigen, die den Verlust zu erleiden hatten usw.

 

Auf der einen Seite ist es erschreckend, was Mittelpunkte anrichten können, etwa die ungeheuren Gräuel des Naziregimes oder menschenverachtende Taten, die quasi alle Völker verübt haben.“

 

„Oder was einzelne Menschen anderen angetan haben“, ergänzte Sebastian.

 

„Ja. Auf der anderen Seite ist es schön, was Mittelpunkte bewirken können. Zum Beispiel die Liebe, für Menschen oder andere Lebewesen einzutreten.

 

Nebenbei: Das erklärt auch das Wesen der Mediation: Hier wird ein Mittelpunkt gebildet, der mit der Zeit, der Intensität und Menge der Übungen immer stärker wird und alle anderen Mittelpunkte im Wert herabsetzt.

 

In aller Regel herrscht natürlich nicht nur ein Mittelpunkt in der Psyche, sondern viele, die sich gegenseitig ergänzen, hemmen oder nur zum Teil mitspielen. Sie können gemeinsam agieren, bilden Meganetze (Cluster), etwa um sich wiederholende Abläufe zu gewährleisten, integrieren sich in neue, finden sich für bestimmte Aktionen zusammen.

Da die Anpassung ein zentrales Thema für das Leben ist, bilden sich immer neue Mittelpunkte.

 

Hier ein Beispiel, wie Mittelpunkte wirken: Gerne wird darüber gestritten, ob der Mensch altruistisch sein kann. Das kann er sicher, denn: Wenn er in dem Mittelpunkt ist, anderen zu helfen, dann können auch die Mittelpunkte des Egoismus ausgeschaltet werden, die eigentlich starke Ziele in den Menschen sind.

Allerdings: Im strengen Sinn gibt es keine Selbstlosigkeit, weil das Ziel zu helfen die eigenen Gefühle befriedigt."

 

 

„Was kann man machen, um einem Mittelpunkt auszuweichen, kein Sklave zu sein?“

 

„Ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen: einen anderen Mittelpunkt wählen oder neu kreieren.“

 

 

„Wie kann man ein Ziel am besten erreichen?“

 

„Indem man den Mittelpunkt verstärkt: Nur auf das achtet, was für das Ziel wichtig ist.

Wenn das nicht ausreicht, dann kann ein neues Ziel gebildet werden, das weitere Neuronengruppen einschließt, die automatisch danach ausgesucht werden, wie gut sie zur Lösung beitragen könnten.

Auch hier sieht man wieder das Auswahlprinzip des Mittelpunktes.

 

Darüber hinaus sucht das Gehirn bei jedem Ziel nach Ähnlichkeiten aus anderen Bereichen: Ob Erfahrungen vorliegen, oder mittels der Logik, etwa dem Ausschlussverfahren, ob sich Lösungen für das Problem eignen, und verwirft, wenn man lange genug nachdenkt, alle angebotenen ‚Lösungen‘, die nach der Erfahrung unlogisch sind, nicht zum Erreichen dieses Ziels passen oder bis auf eine Ähnlichkeit nichts mit dem Thema gemein haben.“

 

„Ziele sind also die Triebfedern?“

„Sooft man nachforscht; immer wird man auf Ziele treffen, die den Menschen angetrieben, strukturiert haben.

Sie können gravierend unsere Wahrnehmung ändern: durch die MittelpunktMechanik.

 

Stell dir eine ungeheure Menge an Zielen vor, die miteinander verbunden sind.“

 

„Du meinst das Gehirn.“

 

„Ja, die Neuronen, die über die Synapsen Kontakte haben. Es gibt ca. 80 Milliarden Neuronen und 100 Billionen Synapsen im Gehirn. Neuronen bilden Netze, um bestimmte Funktionen ausführen zu können. Das Gehirn besteht ja, neben Gliazellen, vor allem aus Neuronen und Synapsen.

Alles, was sich im Gehirn befindet, läuft nach Gesetzen ab. Das Gehirn erzeugt die Mittelpunkte und diese strukturieren den Menschen.“

 

 

Wir setzten uns auf eine Bank und sahen den Segelbooten zu, die auf der Alster kreuzten. Es war ein herrlicher Tag.

 

 

"Ich schrieb mal eine Unterhaltung mit Phil Osof, die ich hier wiedergeben möchte":

 

„Der Mittelpunkt bedeutet die Welt, die erzeugt wird, um ein Ziel zu erreichen“, erläuterte dieser.

 

„Durch ein Ziel wird eine Welt erzeugt?“

 

„Um ein Ziel zu erreichen, benötigt man eine Struktur. Der Mittelpunkt gestaltet und ist diese Struktur. Er bewertet die Welt und den Menschen und stellt zusammen, was zum Erreichen des Zieles nützlich ist. Alles andere wird mehr oder weniger abgeschirmt.“

 

„Sie meinen, der Mittelpunkt besteht aus den Fakten, die für das Ziel interessant sind? Und bringt den Menschen und die Welt in die entsprechende Form?“, hakte ich nach.

 

„Der Mittelpunkt ist die Gestalt, die ein Ziel aus einem Menschen macht.

Er strukturiert die Wahrnehmung der äußeren Welt und die von einem selbst. Er wählt aus dem aus, was er vorfindet und von dem er meint, dass es einen Wert für das Ziel hat. Er gibt der Welt die Gestalt.“

 

„Das hört sich wirklich an“, meinte ich, „als wenn durch den Mittelpunkt eine neue Welt entstünde.“

 

„So ist es“, nickte Phil Osof, „er gestaltet um. Das kann so weit gehen, dass man die Dinge so, wie sie eben noch waren, nicht mehr sieht, weil sie total umgewertet werden.

Der Mittelpunkt kann wie ein Zauberer sein, der alles blitzschnell verändert. So wird eine neue Welt geschaffen. Dadurch entsteht Freiheit, das heißt man nimmt vieles nicht oder nur noch am Rande wahr. Gleichzeitig ist man jedoch auch im Mittelpunkt gefangen und sieht etliches nicht mehr. Es tritt nur noch das in den Vordergrund, was wichtig ist. Alles andere vergeht sozusagen, hat plötzlich keinen Wert mehr.“

 

„So ist der Mittelpunkt gleichzeitig Freiheit und Gefängnis?“, fragte ich.

„So könnte man es ausdrücken.“

„‚Mittelpunkt’ nennen Sie also die Wahrnehmungswelt der Lebewesen?“, wollte ich wissen.

 

„Ja, die Welt- und die Selbst-Wahrnehmung. Was und wie Lebewesen wahrnehmen, hängt von ihren Zielen ab, oder anders ausgedrückt: Wir bilden die Welt nicht einfach in uns ab, sondern schaffen eine Wahrnehmungswelt auf der Basis unserer Ziele und des jeweiligen Aufnahmespektrums unserer Sinne. Die Menge der Informationen, die zwar der Welt entstammen, die wir (also unser Gehirn) aber letztlich selbst aus unserer menschlichen Sicht formen und nur innerhalb unserer Aufnahmekorridore erfassen können, muss selektiert werden. Dies besorgen die Mittelpunkte. Sie wählen aus, was zu den Zielen passt.“

 

„Ich erinnere mich, dass Sie einmal sagten: ‚Alles richtet sich nach Zielen aus.‘“

 

Wieder nickte Osof. „Lebewesen werden ausschließlich von Zielen gesteuert. Es gibt nichts, was seinen Ursprung nicht darin hätte.“

 

Mir kam noch eine Frage in den Sinn: „Aber ist die Welt eigentlich nicht so, wie sie ist? Wie kann sie mal so und plötzlich ganz anders sein?“

 

„Wenn sich die Ziele ändern, ändern sich die Substanzen, denn für jedes Ziel werden andere gebraucht. Und wenn sie sich ändern, ändert sich auch die Welt, weil diese durch Substanzen zusammengefügt ist.“

 

„Aus der Sicht des Menschen“, warf ich ein.

 

„Ja. Aber letztlich ist das, was wir sehen, immer ‚aus der Sicht des Menschen’.“

 

„Dann gibt es eigentlich gar keine ‚Welt an sich’?“, war ich neugierig.

 

„Nur Ansichten davon. Jedenfalls kann man sie nicht allgemeingültig erkennen. Jedes Lebewesen sieht sie anders, von dem aus, was ihm wichtig ist. Und diese Sicht gestaltet seine Welt und ihn selbst. Die Welt ist kein starres Gebilde, sondern ein ‚Etwas’, dass unendlich vielfältig von den Lebewesen gesehen werden kann. Und es gibt so viele Welten, wie es Lebewesen gibt.“

 

„Das würde bedeuten, dass wir selbst die Welt, die wir sehen, durch unsere Ziele machen.“

 

„Genauso ist es.

Übrigens: Ohne Mittelpunkte gäbe es keine Abgrenzung, ohne diese keine Strukturen – und natürlich kein Leben, weil sich keine Gestalten in der Welt bilden könnten. Der Mittelpunkt ist der zentrale Faktor des Lebens.“

 

„Dennoch“, schüttelte ich den Kopf, „bin ich der Meinung, dass die Welt letztlich so ist, wie sie ist, und wir uns ihr anpassen müssen, sie also uns gestaltet.“

 

„Natürlich“, antwortete Osof.

 

„Aber ist das nicht ein Widerspruch?“, wunderte ich mich. „Was gestaltet nun Ihrer Meinung nach was: die Welt uns oder wir die Welt?“

 

"Zunächst gestaltet unser Gehirn die Welt nach seinen Zielen - vergleicht sie mit dem, dass es ganzheitlich gespeichert hat. Wenn Differenzen auftreten, die es wiederum nach seinen Zielen sieht (und diese haben eine gewisse Wertigkeit), dann lernt es dazu.

 

Dazu Max Wertheimer: 'Es gibt Zusammenhänge, bei denen nicht, was im Ganzen geschieht, sich daraus herleitet, wie die einzelnen Stücke sind und sich zusammensetzen, sondern umgekehrt, wo sich das, was an einem Teil dieses Ganzen geschieht, bestimmt von inneren Strukturgesetzen dieses seines Ganzen'.

 

„Und wir sehen immer nur die Welt, die unsere Ziele bilden?“

 

„Ja“, nickte Phil Osof, „in diesem Sinne machen wir die Welt, wir können sie nur aus menschlicher Sicht sehen.“

 

„Das war eine erschöpfende Auskunft“, bedankte sich GP. „Wie ist Phil Osof auf die Mechanik der Mittelpunkte gekommen?“

 

„Nun, darauf kann man nur kommen, wenn man sich klar wird, dass alles nach Zielen gestaltet wird. Und Ziele brauchen, um erreicht werden zu können, bestimmte Strukturen. Alles, was nicht dazu beitragen könnte, wird nicht beachtet.

 

 

In diesem Zusammenhang interessant ist vielleicht auch das mit vielen Menschen durchgeführte Experiment mit einem Video von 75 Sekunden Dauer, dass die Wissenschaftler Simons und Chabris durchgeführt haben und es ‚Gorillas in unserer Mitte‘ nennen (ich habe es schon einmal erwähnt):

Der Film zeigt zwei Teams mit je drei Spielern, eins trägt weiße, das andere schwarze T-Shirts. Die Mitglieder jedes Teams spielen sich einen normalen orangefarbenen Basketball durch Werfen oder Dribbeln zu. Nach 44 bis 48 Sekunden ereignet sich etwas Unerwartetes: Eine kleinere Person, die vollständig in ein Gorillakostüm gehüllt ist, läuft auf die gleiche Weise wie die Spieler durchs Bild. Während dieser unerwarteten Ereignisse setzen die Basketballspieler ihre Aktionen unbeirrt fort.

Bevor die Versuchspersonen ein Video sehen, erhalten sie die Aufgabe, sich entweder auf das Team in Weiß oder das in Schwarz zu konzentrieren und sämtliche Ballwechsel des beobachteten Teams im Kopf mitzuzählen bzw. die geworfenen und die gedribbelten Ballwechsel getrennt zu zählen. Nachdem die Versuchspersonen das Video gesehen und ihren Beobachtungsauftrag erfüllt haben, werden sie gebeten, ihre Zahlen niederzuschreiben. Anschließend fragt man sie, ob ihnen (a) während des Zählens etwas Ungewöhnliches aufgefallen sei, (b) ob sie noch etwas anderes als die sechs Spieler bemerkt hätten, (c) ob jemand anders im Video aufgetreten sei, schließlich: (d) Hast du einen Gorilla durch das Bild gehen sehen?

Ungefähr die Hälfte der Versuchspersonen bemerkte den Gorilla nicht.

Anhand dieses Experimentes kann man deutlich sehen, wie ein Mittelpunkt – hier die Aufgabe – wirkt.

 

 

Ein weiteres Beispiel: Es stellt sich eine Frage zu einem komplexen Thema. Man findet eine Antwort. Die Folge: Man zieht in der Regel im Anschluss nicht mehr alle Faktoren hinzu, die zu dieser Frage in Betracht gezogen werden könnten, sondern nur noch die Faktoren, die die Antwort, zu der man sich entschlossen hat, unterstützen.“

„Das heißt, durch die Festlegung verändert sich der Mittelpunkt?“

„Ja, zuerst war man in dem Mittelpunkt, der alle wesentlichen Fakten berücksichtigt, dann wurden nur noch die gesehen, die die eigene Meinung unterstützten.“

„Sollte man mit seiner Antwort nicht richtigliegen, wäre das eine Gefahr für die richtige Antwort“, schloss Sebastian.

„Genau, alle anderen wesentlichen Faktoren werden plötzlich nicht mehr berücksichtigt.“

 

„Dies sind wirklich interessante Beispiele, wie die MittelpunktMechanik funktioniert“, sagte GP nachdenklich.

 

 

 

Dazu passt dieser Artikel:

 

https://www.sciencealert.com/here-s-what-happens-to-your-brain-when-you%20orgasm?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+sciencealert-latestnews+%28ScienceAlert-Latest%29

 

 

Here's What Happens to Your Body And Brain When You Orgasm

 

SOPHIA MITROKOSTAS, BUSINESS INSIDER

26 JAN 2019

 

Though you don't need to have an orgasm to find sex pleasurable, it's definitely a great bonus.

 

In order to figure out what's going on our brains when we climax, researchers use fMRI (Functional Magnetic Resonance Imaging) Machines or a PET (Positron Emission Tomography) scans. These devices can measure the blood flow and neuron activity in the brain.

 

 

By studying the brain activity of people having orgasms in these machines, scientists have learned some pretty amazing stuff. INSIDER consulted with experts to find out exactly what happens in your brain when you have an orgasm.

 

1. The logical part of your brain basically shuts down during sex.

 

There's a reason why people tend to feel bolder and less inhibited during sex – the part of your brain in charge of your logical reasoning skills temporarily goes on vacation.

 

"The lateral orbitofrontal cortex becomes less active during sex. This is the part of the brain that is responsible for reason, decision making, and value judgments. The deactivation of this part of the brain is also associated with decreases in fear and anxiety," clinical psychologist Daniel Sher told INSIDER.

 

This shutdown of the lateral orbitofrontal cortex actually makes sense, as fear and anxiety can interrupt arousal and lead to problems like performance anxiety.

 

2. Multiple spatially remote parts of your brain are involved in having an orgasm.

 

Medical imaging tests suggest there are multiple spatially remote brain regions that are involved in sexual response.

 

"Researchers have found that genital sensory cortex, motor areas, hypothalamus, thalamus, and substantia nigra all light up during the big O," cognitive psychologist Kayt Sukel explained to INSIDER.

 

 

The thalamus helps integrate information about touch, movement, and any sexual memories or fantasies that someone might call upon to help them reach orgasm. Meanwhile, the hypothalamus is busy producing oxytocin and may help coordinate arousal.

 

"Motor areas are also involved because the body is (hopefully) moving during the act, and the genital sensory cortex is registering touches to the body's nether regions," Sukel added.

 

3. When you orgasm, your brain releases a surge of dopamine.

 

During orgasm, your brain is working overtime to produce a slew of different hormones and neurochemicals. One of these is dopamine, a hormone that is responsible for feelings of pleasure, desire, and motivation.

 

As Sher explained, dopamine is formed in a part of the brain called the ventral segmental area and released into other parts such as the nucleus accumbens and prefrontal cortex.

 

"Some refer to dopamine as a 'pleasure' chemical – though research has shown it offers us much more than just a good time. It's really more of a learning chemical, helping to take notice of rewards like food and sex, and figure out how to get more of them," said Sukel.

 

 

4. Oxytocin is released during both orgasm and breastfeeding.

 

Another hormone that the brain makes during orgasm is oxytocin. Secreted by the pituitary gland and released in the hypothalamus, this hormone makes us feel close to others and promotes affection.

 

"Oxytocin is known as the bonding hormone because it's also released during breastfeeding and is known to facilitate a sense of love and attachment," said Sher.

 

Prolactin is also released during orgasm and is responsible for that feeling of satisfaction that accompanies orgasm. It's also the main hormone responsible for milk production following pregnancy.

 

Of course, the release of oxytocin and prolactin during both sex and breastfeeding doesn't mean a person experiences the same sensations in both situations.

 

These hormones can play different roles in our bodies and are part of the brain's way of strengthening our social connections.

 

5. Having an orgasm stimulates your brain in the same way as doing drugs or listening to your favourite music.

 

Surprisingly, the brain doesn't differentiate much between sex and other pleasurable experiences. The parts of your brain that make you feel good after indulging in dessert or winning at poker are the same areas that light up during orgasm.

 

"Sex is experienced as pleasurable and this is because the reward pathways in our brains are activated during and leading up to orgasm. These are the very same networks that are activated in response to drug use, alcohol consumption, gambling, listening to your favourite song or enjoying a delicious meal," said Sher.

 

 

6. Your brain gives off chemicals that make you less sensitive to pain during sex.

 

It's not your imagination – the body really is less sensitive to pain during sex.

 

"As the pituitary gland is activated, the release of endorphins, oxytocin, and vasopressin promote pain reduction, intimacy, and bonding," Jess O'Reilly, Astroglide's resident sexologist told INSIDER.

 

This may help explain why things that might make us wince in a non-sexual situation, like smacking or hair-pulling, aren't as painful during sex and can even be pleasurable.

 

7. Orgasm and pain actually activate some of the same brain areas.

 

The reason that some people derive sexual pleasure from experiencing pain might be related to the fact that orgasm and pain actually affect a few of the same areas of the brain.

 

"Several of the areas of the brain (namely, within the cortex) that are responsible for pain are active during orgasm," revealed Sher.

 

Although the relationship between pain and orgasm isn't yet fully understood, some research has shown that vaginal stimulation might actually reduce pain sensitivity in some people.

 

8. After an orgasm, the brain releases hormones that can make you feel happy and sleepy.

 

Once an orgasm has occurred, your brain tends to slow down. But it doesn't go off-duty entirely.

 

"In both men and women, the orgasm signals the parasympathetic nervous system to start down-regulating (or calming) the body. The prefrontal cortex, which was previously activated leading up to orgasm, also becomes down-regulated – and this is linked to increased levels of oxytocin to facilitate attachment," explained Sher.

 

Sukel added that the brain also churns out serotonin after an orgasm. This hormone is known to promote good mood and relaxation. In some people, serotonin can also lead to drowsiness and the desire to curl up for a nap.

 

9. However, the brains of women tend to keep releasing oxytocin even after orgasm.

 

All brains experience the release of oxytocin during sex, which is a hormone responsible in part for creating feelings of closeness and bonding. However, the brains of women behave a little differently after orgasm.

 

"In women, oxytocin tends to continue to be released after orgasm, which may explain the motivation for post-coital cuddles," noted Sher.

 

10. In people who are unable to feel genital stimulation, the brain might actually remap itself to allow them to reach orgasm.

 

Though we usually think of orgasm and sexual pleasure as being dependent on the stimulation of our genitals, that's not entirely true. In some cases, the brain can create new pathways to pleasure that don't involve our sexual organs at all.

 

"When organs are injured or removed, remapping of the senses may occur allowing us to experience sexual and orgasmic sensations in other body parts," O'Rielly explained.

 

In people who have suffered lower body paralysis, for example, the brain might actually rewire itself in order to allow a person to achieve orgasm through stimulation of other body parts, such as the skin of the arm or the nipples.

 

It's possible for some people to orgasm from the touching of skin. (Pixabay)

 

11. Orgasms might be nature's way of 'tricking' us into reproducing.

 

Orgasms are undoubtedly a good time, but they also might be the brain's sneaky way of getting us to reproduce.

 

"If you think about it objectively, the idea of risking your life and health to birth what's basically a parasite living in you for nine months, which you then have to raise for the next decade, is a lot of work. Mother Nature may be 'tricking' us to make sure the species doesn't die out," said Sukel.

 

Though scientists aren't entirely sure why we have orgasms, Sher pointed out that experiencing a moment or two of pure euphoria effectively rewards us for having sex. It reinforces this behaviour and keeps us coming back for more.

 

12. Having an orgasm might actually help keep your brain healthy.

 

Along with enticing us to reproduce, orgasming might also help keep our brains healthy.

 

"It may also be that, evolutionarily speaking, since this activity increases blood flow across the brain so dramatically, it may have developed in part to help keep the brain healthy, too," explained Sukel.

 

Research has also suggested that female orgasm may have once played a role in stimulating ovulation, though now ovulation occurs spontaneously and doesn't depend on sexual activity.