Wie könnte man sich erklären...                                  WODURCH GEFÜHLSEMPFINDUNGEN ENTSTEHEN UND WIE SIE DEN MENSCHEN STEUERN

 

 

Gefühle entstehen aufgrund von Zielen im Gehirn

 

Das Gefühlsempfinden und die Wahrnehmung  leiten den Menschen.

 

Neben der Wahrnehmung ist die Gefühlsempfindung die zweite Säule, die den Menschen steuert – wobei diese meist stärker ist.

 

Jedes Erleben ist – neben der Wahrnehmung – von Gefühlen begleitet, die gespeichert werden.

 

Gefühlsempfindungen bilden sich aufgrund von Zielen. Sie reichen von Feinsteuerungen (um etwas exakt auszuführen), bis zum gewaltsamen Drang (wenn das Gehirn dies als eminent wichtig einstuft), und sind oft stärker als der Verstand; es ist schwer, sich ihnen zu widersetzen – wie wohl jeder weiß. Sie können einen völlig blind machen.

 

Die Mittelpunkte erzeugen eine, auf das Ziel abgestimmte Welt. Dadurch werden entsprechende Gefühle generiert, die mehr oder weniger drängen, das Ziel zu befriedigen.

Gefühle sind also abhängig von den Zielen im Gehirn.

Hat man falsche Ziele in sich, werden auch falsche, meist ungesunde Gefühle erzeugt.

Gefühle können den Menschen sehr gut steuern. Daher wird alles, was er macht, erlebt usw. von Gefühlen begleitet.

 

Es ist sehr viel ökonomischer, wichtige Situationen in Gefühle zusammenzufassen, die später in ähnlichen Zuständen helfen sollen, diese schneller zu bewerten, als wenn das Gehirn das vor einem Liegende in allen Einzelheiten speichern und aus diesem Bild heraus agieren würde.

Viele variable Gefühle können sich überschneiden und daraus ein Muster bilden, das in ähnlichen Situationen Aufforderungscharakter hat.

 

Bezüglich falscher Ziele: Im täglichen Leben ist man auf seine Wahrnehmungen angewiesen. Diese zeigen uns die Welt mittels der Ziele im Gehirn. Dies betrifft dann auch in der Folge die Gefühle: Sie werden, bezüglich falscher Ziele, nicht richtig auf die Welt abgestimmt.

Wenn z.B. das Bauchgefühl sagt, dieses oder jenes sollte man so oder so entscheiden, dann kann man nicht selten später registrieren, dass man eine falsche Entscheidung getroffen hatte.

Es ist aber so, dass die Gefühle in der Regel recht haben. Also ist es nicht so einfach, falsche Gefühle zu entdecken. Sollte es aber um etwas sehr Wichtiges gehen, dann wäre es gut, sich das hier oben Gesagte noch einmal vor Augen zu halten und das Denken einzuschalten. Dadurch aktiviert man gleichzeitig das Bewusstsein, dass sich das, was die Gefühle wollen, mit verstärkten Sinnen genauer anschauen kann. Und dadurch wird dem Gehirn die Möglichkeit gegeben, seine Entscheidung zu revidieren.

 

Man erlebt immer wieder Gefühle, die einem 100-prozentig sagen, dies oder jenes sei absolut richtig und in Ordnung und einen dorthin führen wollen. Man sollte aber, wenn man kein Experte auf dem Gebiet ist, (aber auch manchmal, wenn man Experte ist) diese Gefühle eventuell kritisch hinterfragen. Denn je weniger man über eine Sache weiß, umso mehr können die Gefühle einem kreativ etwas vorgaukeln.

 

Das Gehirn macht seine eigenen, manchmal abwegigen Interpretationen und führt den Menschen dadurch in die Irre.

 

Je nach dem Wert des Zieles können Gefühle sehr stark sein. Besonders wenn ein wesentlicher Wert aufgegeben werden muss. Zum Beispiel, wenn man trauert.

Hier muss ein altes Ziel einem neuen weichen, nämlich der Einsicht, dass etwas nicht mehr da ist, was man geliebt hat. Das alte Ziel erzeugt die Tränen, den Schmerz, weil es nicht mehr zu erreichen ist.

Wenn man also traurig ist, die Palette der Emotionen durchlebt, dann liegt das immer an einem nicht mehr zu erreichenden Ziel. Dies wirkt so lange, bis man sich damit abgefunden hat.

 

 

 

© Es ist zulässig, diesen Inhalt unter der Bedingung, meine Website www.karlheinzhermsch.de zu nennen, und ohne die Texte zu verändern z.B. zu kürzen, uneingeschränkt zu nutzen oder zu vervielfältigen. (Nachfragen über Ausnahmen bitte über mein Impressum.)