Wie könnte man sich erklären...                                                 DETERMINUSMUS

 

4-Regel-Determinismus:

 

1. Determiniert (also vorbestimmt) ist alles, was nach Gesetzen abläuft (weil die Gesetze den Ablauf der Substanzen definitiv bestimmen).

 

2 „Gesetz“ heißt, dass identische Substanzen unter identischen Umständen immer identische Ergebnisse hervorbringen. (Gesetze sind Eigenschaften von Substanzen, die – isoliert betrachtet – unveränderbar sind, solange den Substanzen nicht etwas hinzugefügt oder entfernt wird).

 

3. Ist dies nicht der Fall, dann war die Substanz und/oder die Umstände nicht (mehr) identisch.

 

4.‚Substanzen‘ sind Neuronen, Gehirne, Zellen, Lebewesen, Elementarteilchen des Standartmodels der Physik, Atome, Moleküle, Neutrinos, Kristalle, Flüssigkeiten, Gase, Gestirne, Sternensysteme, Galaxien usw., – also alles im Universum.

Darüber hinaus gelten sie auch in Zuständen der leeren Räumen (des Vakuums im Weltraum) als virtuelle Substanzen.

 

 

Wikipedia:

 

Deterministische Systeme sind zwar vollständig durch die Anfangsbedingungen festgelegt, aber nur eingeschränkt determiniert; Determiniertheit wird als der Grad der „Vorbestimmtheit“ solcher Systeme definiert, in enger Anlehnung an eine Vorhersagbarkeit. Dabei begrenzen sowohl praktische als auch prinzipielle Grenzen hinsichtlich der Genauigkeit der Messungen bzw. der Rechenschritte eine Vorhersage.

 

Mein Kommentar: Dies betrifft die Regel Nr.3.

 

Wer nur exakte Vorhersagen gelten lässt, missachtet die Regel Nr. 1

 

 

Gegen den Determinismus wird der objektive Zufall ins Feld geführt:

 

Wikipedia:

 

Nach der modernen Wahrscheinlichkeitstheorie setzt der Begriff der objektiven Zufälligkeit aber nicht zwingend die Annahme eines „metaphysischen Indeterminismus“ voraus, sondern „ist durch das erklärbar, was in der Physik 'deterministische Instabilität' genannt wird“. Singularitäten bzw. instabile Punkte in den Berechnungsmodellen auch innerhalb der deterministischen, klassischen Mechanik bewirken, dass beliebig kleine Unterschiede im Anfangszustand nach hinreichend langer Zeit zu maximal großen Abweichungen der Ergebnisse führen. Das Ergebnis wird von „unmessbar kleinen Fluktuationen bestimmt und ist daher unmöglich vorhersagbar“. Zusammen mit prinzipiellen Grenzen exakter Messbarkeit impliziert dies „die Existenz objektiv indeterminierter Prozesse auch im Größenbereich der Makrophysik“.

 

Mein Kommentar: Auch hier wird nicht beachtet, dass „beliebig kleine Unterschiede im Anfangszustand“ ebenfalls nach Gesetzen ablaufen.       

 

In allen Fällen werden nur die von Menschen vorgegebenen Kriterien als gültig eingestuft: Messbarkeit und Vorhersagbarkeit – nicht, dass alles nach Gesetzen abläuft.

 

Dies gilt auch für probabilistische Aussagen:

 

Wikipedia:

 

Eine probabilistische Aussage (auch: Wahrscheinlichkeitsaussage) sagt über einen Sachverhalt (etwa das Zustandekommen eines Ereignisses) aus, dass dieser zu einer bestimmten Wahrscheinlichkeit besteht.

 

Mit Ausnahme logischer Schlussfolgerungen oder Schlüssen auf Basis strikt deterministischer Gesetze besteht in vielen Fällen keine ausreichende Rechtfertigung dafür, Gewissheit für bestimmte Sachverhalte zu beanspruchen. Oftmals können allerdings absolute oder relative, genaue oder ungefähre Wahrscheinlichkeitsbewertungen angegeben werden; es sind also nur Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich. Solche Aussagen ermöglichen im Allgemeinen keine Bestimmung von Einzelfällen, vielmehr handelt es sich um statistische Aussagen über regelmäßig stattfindende Ereignisse. Im Übrigen werden aber unterschiedliche philosophische Interpretationen von Wahrscheinlichkeiten debattiert.

 

 

Mein Kommentar: Die 2. Deterministische Regel lautet: „Gesetz“ sagt aus, dass identische Substanzen unter identischen Umständen immer identische Ergebnisse hervorbringen.

 

Um diese Regel zu widerlegen, brauchen Gegner des Determinismus nur zwei absolut identische Umstände schaffen, in denen sich zwei absolut identische Substanzen befinden, die nach dem Versuch kein absolut identisches Ergebnis erzielen.

Dies ist in unserer Makrowelt wohl kaum möglich.

Daher weichen sie auf die Mikrowelt aus (Sie sollten aber z.B. bezüglich der Quantenmechanik Eigenschaften wie Verschränkungen berücksichtigen, die identische Umstände herzustellen schwierig machen.)

 

 

 

© Es ist zulässig, diesen Inhalt unter der Bedingung, meine Website www.karlheinzhermsch.de zu nennen, und ohne die Texte zu verändern bzw. zu kürzen, uneingeschränkt zu nutzen oder zu vervielfältigen. (Nachfragen über Ausnahmen bitte über mein Impressum).