Wie könnte man sich erklären...                                         DAS MAN SICH ÄRGERT ODER IN WUT GERÄT

 

Ärger bedeutet immer, dass ein angestrebtes Ziel nicht erfüllt wurde, und vom Inneren des Menschen die Aufforderung, der Drang entsteht, dieses doch noch zu erfüllen – egal wie oder wodurch.

 

 

Denn der Grund ist immer ein angestrebtes, aber nicht erreichtes Ziel.

Der Ärger wird oft nach außen projiziert; auf andere Menschen, sonstige Lebewesen, leblose Gegenstände. Oft auch auf das Schicksal, dass es auf einen abgesehen hat. Oder es wird auf böse Mächte übertragen.

 

Es kann die Stimmung beeinflussen und Traurigkeit, Wut oder Resignation bis zur Depression erzeugen.

 

Um dies zu vermeiden, gibt es Möglichkeiten: Etwa sich zu sagen „Was geschah, musste geschehen, wie es geschah“, und / oder versuchen, dieses Ziel zu finden, erforschen, überdenken, modifizieren oder ganz aufzugeben.

 

Aus der Perspektive, dass alles so geschehen musste, wie es geschah, macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn, sich zu ärgern. Tut man es trotzdem, liegt es meist an automatischen Abläufen in einem Selbst. Macht man sich dies bewusst, könnten zukünftige ähnliche Reaktionen geändert werden.

 

Fragt man sich, welches Ziel wollte ich erreichen und warum habe ich es verfehlt, könnte man zweierlei gewinnen: Erstens den Grund seines Ärgers erkennen, und zweitens, sich selbst besser kennen lernen.

 

Man gerät auch leicht in Versuchung, der Situation bzw. anderen Menschen die Schuld zu geben. Besser wäre es wohl, sich zu fragen, welches Ziel man verfolgt hat und welchen Anteil man selbst daran hatte.

 

Wenn man sich über jemanden geärgert hat, dann hat sich das Ziel, die Erwartung, wie der andere sich verhalten sollte, nicht erfüllt. Dies ist der Grund des Ärgers.

 

Man könnte sich die Frage stellen, sollte man seine Einstellung verändern oder mit einem neuen ersetzen. – Was allerdings nicht ganz so einfach ist.

Dann wird natürlich auch in Zukunft der Ärger geringer.

 

Ärgert man sich, etwa über unbelebte Gegenstände (z.B. darüber, dass etwas nicht zu funktionierte, wie man es erwartete). dann spielt oft ein metaphysischer oder mystischer Glaube eine Rolle. Hier könnte man sich klarmachen: Gegenstände haben keinen Willen und wollen einen auch nicht ärgern.

 

Das letztere ist aber nicht möglich, wenn man in der blinden Wut ist. Hier blendet dieser Mittelpunkt alles aus; man will nur noch seine Wut befriedigen.

 

 

Also: Warum ärgert man sich?

Weil ein Ziel nicht erreicht wurde.

Warum wurde dieses Ziel nicht erreicht?

Weil es bezüglich der Umwelt, oder der Menschen, oder der Unzulänglichkeit bezüglich einem selbst nicht möglich war.

Nützt dieser Ärger oder schadet er?

In der Regel wohl das letztere.

Wie könnte man in Zukunft, bezüglich dieses Zieles etwas verändern?

In der Regel, das angestrebte Ziel zu modifizieren: Wenn man sich also selbst überwinden kann, das eigene Ziel zu ändern.

 

 

 

 

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